Schulprofil

Allgemeine Prinzipien unserer Arbeit

Es ist uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler in ihrem Selbstwertgefühl zu stärken und sie so wie sie sind anzunehmen und zu achten. Wir arbeiten auf Grundlage des individuellen Förderplans und holen die Kinder auf dem Lernniveau ab, auf dem sie stehen, um sie ihren Möglichkeiten entsprechend zu fördern und zu fordern. In beiden Schulformen wird nach dem Klassen- und Co-Lehrkraft-Prinzip gearbeitet. Die Kinder haben dadurch zuverlässige Bezugspersonen, die in allen Belangen für sie zuständig sind.

Die Schaffung einer angstfreien Atmosphäre und eines beschämungsfreien Unterrichts ist an unserer Schule ein wesentliches pädagogisches Leitprinzip.

Unsere durchgängige Haltung ist, dass es ein gutes, menschliches und friedliches Miteinander aller Personen an unserer Schule gibt – unabhängig von Nationalitäten und Religionen -, niemand ausgegrenzt wird und alle respektvoll miteinander umgehen. Daher gibt es seit vielen Jahren in jeder ersten Pause ein Mediationsangebot, um bei Konflikten oder Missverständnissen gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

Auf Initiative der Klasse H 3 der Schule für Lernen hat sich die Schule um die Aufnahme in das Projekt “Schule gegen Rassismus” beworben und wurde im Sommer 2015 aufgenommen! Zum Sommerfest 2017 besuchte unser prominenter Pate, der weltberühmte Jazz-Gitarriat Torsten de Winkel, das Schulfest und musizierte gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern!

Ein weiterer Aspekt der Förderung ist der Bereich „Lernen lernen“. Die Kinder üben Methoden zum selbständigen Lernen ein und wenden sie in den verschiedensten Unterrichtsformen an.

Pädagogische Leitgedanken

  • Wir wollen miteinander lernen.
  • Wir wollen Achtung und Wertschätzung untereinander beispielhaft vorleben und unseren Schülerinnen und Schülern vermitteln.
  • Wir wollen Schülerinnen und Schüler fördern und fordern.
  • Wir wollen ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.
  • Wir wollen verlässliche Grenzen und Regeln erfahrbar und erlernbar machen.
  • Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler auf den Übergang in eine andere Schule bzw. auf das Leben nach der Schule vorbereiten durch die Entwicklung von Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit, durch Stärkung des Selbstbewusstseins und Entwicklung sozialer Fähigkeiten.
  • Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie alle anderen in der Schule tätigen Personen sollen sich in der Schule wohl fühlen.

Be- und Erziehungsarbeit

Die wichtigsten Grundsätze der Erziehung an unserer Schule sind:

  • annehmende und wohlwollende Haltung
  • Stärkung des Zutrauens in die eigenen Fähigkeiten
  • Anerkenung
  • Akzeptanz
  • positive Rückmeldung

Die Umsetzung  dieser Prinzipien  erreichen wir durch eine intensive und kontinuierliche Beziehungsarbeit. Unser Ziel ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler eine positive Schul- und Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Wichtig ist uns ein effektives Lernen, das auf die persönlichen Erfordernisse der Schülerinnen und Schüler eingeht, sowohl im Unterricht als auch im erweiterten Schulumfeld, z.B. in Zusammenarbeit mit anderen sozialen Einrichtungen.

Konflikte bearbeiten

In Anlehnung an das Verfahren der Mediation werden Schülerkonflikte ernst genommen und mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern bearbeitet. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei nicht auf der „Schuldzuweisung“, sondern vielmehr auf der Übernahme von Verantwortung und der gemeinsamen Lösung des Konflikts. Zu den Erziehungsaufgaben zählt unter anderem auch die Selbstregulierung. Vor allem bei Schülerinnen und Schülern, die Entwicklungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung haben ist es wichtig, gerade die positiven Verhaltensmomente durch verschiedenste Verstärker zu stützen und weiter zu entwickeln.

Im Rahmen eines Coachings findet eine enge Betreuung der Schülerinnen und Schüler sowie der Beratung der Lehrkräfte statt, um eine positive Veränderung und eine breitere Bandbreite im Bereich des sozialen Miteinanders aufzubauen.

Basale Erfahrung

Ein bedeutender Punkt der Förderung ist den Schülerinnen und Schülern der Anfangsklassen das Nachholen von basalen Erfahrungen zu ermöglichen. Es zeigt sich, dass bei einer Vielzahl von Kindern relevante und für das Lernen wichtige Entwicklungsschritte nachreifen müssen. So unterstützt es das Lernen, wenn die Kinder beispielsweise im Psychomotorikraum Bewegungserfahrungen machen bzw. das Lernen ganzheitlich erleben oder das Gehör und die Sprache mit Hilfe des Audiolog-Programms gefördert werden.

Intensive Elternarbeit

Ein Hauptanliegen unserer Lehrkräfte ist es im Sinne der Kinder individuelle Fördermaßnahmen einzuleiten um sie auf ihrem Entwicklungsweg bestmöglich zu unterstützen. Die intensive Zusammenarbeit mit Eltern ist ein wichtiger Baustein einer erfolgreichen Arbeit, denn wir sehen die Eltern als die Experten für ihre Kinder an. Es ist hilfreich alle Beteiligten, z.B. auch Therapeuten und Ärzte, in den Entwicklungs- und Erziehungsprozess einzubeziehen um alle Maßnahmen zu koordinieren und sie bestmöglich auf die Belange der Kinder abzustimmen.

Emanzipatorische Schülervertetung

Die für jeweils ein Jahr gewählten Schülervertretungen treffen sich einmal im Monat zur SV-Sitzung. Indem sie hier ihre Wünsche und Probleme vorbringen, haben sie die Möglichkeit aktiv an der Schulgestaltung mitzuwirken. Einmal im Monat führen die Schulsprecher/innen gemeinsam mit der von ihnen gewählten SV-Lehrerin ein Gespräch mit der Schulleiterin und tragen ihre Anliegen vor. Gemeinsam wird nach Lösungen geschaut und über Umsetzungswege nachgedacht.

  • Wie soll unser Kiosk gestaltet werden?
  • Welche Spiel- und Bewegungsgeräte wünschen wir uns?
  • Wie kann ein Pausenradio organisiert werden, dass es dennoch ruhige Bereiche für Schülerinnen und Schüler gibt?
  • Können unsere Schulzeiten verändert werden?
  • Wann dürfen alle Schülerinnen und Schüler an den Nachmittagsangeboten teilnehmen?